1. Die Ergebnisse der Geisteswissenschaft und ihre Beziehungen zur Kunst und Religion
Wir lernen erkennen in Bezug auf dasjenige, was sonst in unterbewussten Untergründen liegt, wie das Leben einen Zusammenhang hat. Und von da aus geht wiederum die Erkenntnis, wie dasjenige, was nun zugrunde liegt diesem Schicksalszusammenhang des Lebens, hinweist auf die wiederholten Erdenleben. Wie dasjenige, was wir verfolgen können mit den entwickelten Seelenkräften, einen im Gange unseres Schicksals, durchwärmt von der Erkenntniskraft der Liebefähigkeit, wie das uns das Bewusstsein bringt, dass wir durch viele Erdenleben gegangen sind und noch durch viele Erdenleben gehen werden. Und dass zwischen den Erdenleben immer Aufenthalte in der rein geistig-seelischen Welt liegen, in denen sich in der Seele eben dasjenige abspielt, was aus den früheren Erdenleben heraus das Vorstellungsmäßige ist, dasjenige, das wir vor allen Dingen in das Denken also heraufgehoben haben, wie sich das umsetzt in eine innere Seelenmetamorphose, in Begierde, die dann hindrängt zu einem neuen Erdenleben. Dieses neue Erdenleben wird so gestaltet. Es wird dasjenige, was der schicksalsmäßige Zusammenhang des Lebens ist, durchsichtig.
Cite:
GA 80b/1920-12-13/p058 · edition original