2. Die Anthroposophie als Erkenntnis- und Lebensgut
Ich möchte mich durch einen Vergleich ausdrücken, wie insbesondere mit dem wissenschaftlichen Leben der neueren Zeit und der Gegenwart zusammenhängt dasjenige, was als Anthroposophie von Dornach aus vertreten werden soll. Wenn ich einen solchen Vergleich mache, so ist es durchaus nur, um etwas zu erläutern. Glauben Sie ja nicht — ich brauche das wohl kaum zu erwähnen —, dass mit diesem Vergleich irgendwie die Geisteswissenschaft selber in Vergleich gestellt werden soll mit dem welthistorischen Ereignis, das ich anführe. Das könnte man ja irgendwelchen billigen Witzeleien und dergleichen überlassen. Aber ich möchte Sie hinweisen - nur um eben etwas zu erläutern — auf die Anschauungen, mit denen die Entdecker Amerikas ausgezogen sind, diese Entdecker Amerikas, die den Mut gefunden haben, über dasjenige Weltmeer hinauszufahren, über das man damals noch nicht hinausgefahren war. Sie glaubten ja in Indien anzukommen, Indien gewissermaßen von der anderen Seite zu erreichen, daher ja auch die Bezeichnung Westindien und so weiter. Was hat man also vorausgesagt? Man hat vorausgesagt, durch die wagevolle Fahrt über das Weltenmeer, etwas Bekanntes zu erreichen.
Cite:
GA 80b/1921-01-28/p004 · edition original