2. Die Anthroposophie als Erkenntnis- und Lebensgut

GA 80b/1921-01-28/p008 ·1921-01-28 · original (original)
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Auf der Fahrt nach den Rätseln der Welt erlebt man eigentlich dasjenige, was der Geist ist. Nur hat ihn die Naturwissenschaft in einem gewissen Sinne verloren. Und das zeigt sich, ich möchte sagen ganz bitterlich im Leben, dass ihn diese Naturwissenschaft verloren hat. Diese neuere Naturwissenschaft erkennt den Geist nur in Gedanken, in Ideen, in Abstraktionen. Und diese Anschauung haben Millionen und Millionen von Menschen aufgenommen und nennen alles dasjenige, was durch den Geist innerhalb des Lebens aufsprießt - Sittlichkeit, Religion, Wissenschaft, Recht und so weiter —, eine Ideologie, das heißt etwas, das gleichsam nur als Rauch aufsteigen würde aus dem, was entweder sinnliche Wahrheit ist, oder dem, was irgendwelche materielle Produktionsprozesse sind oder dergleichen. Das ist aber dasjenige, was man nun nicht durch irgendeinen Glauben, sondern durch ein wirkliches wissenschaftliches Schauen innerhalb der anthroposophischen Geisteswissenschaft entdeckt, was der Geist als ein Reales ist, was der Geist als ein so Lebendiges ist, wie dasjenige, was man durch die äußeren Sinne in aller Lebendigkeit anschaut.

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