2. Die Anthroposophie als Erkenntnis- und Lebensgut

GA 80b/1921-01-28/p019 ·1921-01-28 · original (original)
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Dasjenige, was den Erinnerungsvorstellungen eignet, es ist die Dauer, und das ist es, was man aufnimmt. Man bildet sich leicht überschaubare Vorstellungen, Vorstellungen, die keine Vermengungen sein können, die also nicht aus irgendeinem Unterbewussten auftauchen können, das wären die komplizierten Vorstellungen. Nein, leicht überschaubare Vorstellungen bildet man sich, deren einzelne Bestandteile man ganz gut sehen kann. Die setzt man in das Bewusstsein herein, so wie sonst eine Erinnerung darinnen steht. Man verweilt nun in Dauer auf solchen Vorstellungen. Aber glauben Sie nicht etwa, dass es genügt, zweimal dies zu machen. Solche Übungen müssen, genau ebenso wie man zu ernster Wissenschaft jahrelang forschen muss, jahrelang fortgesetzt werden. Denn man muss allmählich erst die in der Tiefe der Seele ruhenden Fähigkeiten heraufholen, welche solche Vorstellungen beleben, in dieser Art in Dauer versetzen können.

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