{"corpus":"steiner","locus":"GA 80b/1921-01-28/p035","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Vor allen Dingen lernt man durch inneres Anschauen kennen, wie das Denken, wie dieses Vorstellen zusammenhängt mit dem, was unser Gehirnbau, was unser Nervensystem ist. Die Materialisten glauben, der gewöhnliche Wachstumsprozess, der sonst unsern Körper aufbaut, der setze sich nun auch ins Gehirn hinein fort, und ein solcher organischer Prozess des Aufbauens, der zum Beispiel unserem Wachsen oder unserer Ernährung zugrunde liegt, der liege auch zugrunde unserem Gehirn, wenn wir denken. Das kann man nur so lange glauben, als man über diese Dinge phantasiert. Davon kann in dem Momente keine Rede mehr sein, wo man diese Dinge innerlich anschaut. Da weiß man, das Hirn muss wohl ernährt werden. Aber warum? Weil es sich fortwährend zerstört. Und mit diesem Zerstörungsprozess, nicht mit dem Aufbauprozesse, hängt dasjenige zusammen, was man Denken und Vorstellen nennt. Wir könnten nicht denken, wenn das Gehirn fortwährend wachsen würde, fortwährend sich bloß ernähren würde und aufbauen würde.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"2. Die Anthroposophie als Erkenntnis- und Lebensgut","site_heading":null,"date":"1921-01-28","location":null,"word_count":150,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/80b/1921-01-28/p035","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/80b/1921-01-28/p035"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/80b/1921-01-28/p035","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}