2. Die Anthroposophie als Erkenntnis- und Lebensgut

GA 80b/1921-01-28/p038 ·1921-01-28 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Dasjenige, was aber durch Geisteswissenschaft nun wirklich geschaut werden kann, so wie man sieht, ich möchte sagen die Entstehung des Menschen aus dem Geiste heraus durch das entwickelte Erinnerungsvermögen, ich kann es jetzt nicht weiter ausführen, wie gesagt, die Methoden sind in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» beschrieben —, so kommt man dazu, sich zu sagen: Im Grunde genommen beginnt man zu sterben, indem man geboren wird, denn fortwährend ist dieser Abbauprozess da. Und das, was mit dem Tode eintritt, ist nichts anderes, als dass der Körper, der nun nicht mehr sich herstellen kann, losgerissen wird von dem Geistig-Seelischen. Dieses Geistig-Seelische sucht sich nun andere Welten auf. Man lernt erkennen das Hindurchgehen des Geistig-Seelischen, des Ewigen in der Menschennatur durch den zerbrechlichen Körper, indem man gerade, ich möchte sagen von Stunde zu Stunde, den Todesprozess selber im Denken schaut, indem wir, ich möchte sagen fortwährend im Kleinen sterben, wenn wir denken. So nimmt sich alles dasjenige, was man im Leben findet, so aus, dass man es eben durch Geisteswissenschaft in seiner wahren Gestalt sieht.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/80b/1921-01-28/p038.json
Cite: GA 80b/1921-01-28/p038 · edition original