2. Die Anthroposophie als Erkenntnis- und Lebensgut
Sie geht aus, diese Ausbildung, von einer ganz einfachen Sache: von der menschlichen Aufmerksamkeit, indem ich mich interessiere, meine Aufmerksamkeit irgendeinem Ding oder Vorgang zuwende. Ich kann achtgeben, was ich da eigentlich innerlich tue, indem ich meine Aufmerksamkeit von anderem abwende und an ein neues Wesen hinwende. Ich muss mir gewahr werden, wie diese Aufmerksamkeit funktioniert. Und indem ich ausbilde, was wiederum jahrelang ausgebildet werden muss, fasse ich gewissermaßen innerlich die Fähigkeit der Aufmerksamkeit. Die wandle ich um in die Kraft, [mich] hinzuneigen zu einem Ding, ganz aufzugehen in einem Ding oder Prozess. Kurz, es kann dasjenige, was man sonst nur als abstrakte Aufmerksamkeitsfähigkeit in sich erlebt, das kann zur hingebungsvollen Liebe [sich] steigern.
Cite:
GA 80b/1921-01-28/p042 · edition original