2. Die Anthroposophie als Erkenntnis- und Lebensgut

GA 80b/1921-01-28/p058 ·1921-01-28 · original (original)
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Schauen wir hin —- meine sehr verehrten Anwesenden — auf das, was groß geworden ist. Gewiss, gerade derjenige, der die Wissenschaft zu einer Geisteswissenschaft vertiefen will, der wird die großen Triumphe und die Bedeutung der neueren Wissenschaft nicht unterschätzen - im Gegenteil! Indem ich hier zu Ihnen spreche, erkenne ich voll an gerade diese Bedeutung der modernen Wissenschaften für das äußere Leben. Aber auf der anderen Seite: Sie bilden nur den Kopf aus, sie bilden auch nur dasjenige aus, was aus dem Kopf entspringt im sozialen Leben. Und so haben wir in der neueren Zeit aus dieser Wissenschaftlichkeit heraus ausgebildet dasjenige, was wir als die große, bedeutsame Technik kennen, die uns überall umgibt. Hineingewachsen aber ist in dieser neueren Zeit, in welcher sich die Technik so ausgebildet hat bis zu dem Grade, dass sie eben eine äußerlich-mechanische Technik geworden ist in der ganzen Weltwirtschaft, in dem ganzen Weltverkehr, hineingewachsen ist zu gleicher Zeit in dieses ganze moderne Leben dasjenige, was wir die soziale Frage nennen.

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