{"corpus":"steiner","locus":"GA 80b/1921-01-28/p060","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Die Beziehung zum Menschen wird man nur durch eine menschlich vertiefte Wissenschaft finden, die dasjenige vom Menschen so tief ergreift, wie es die hier gemeinte Geisteswissenschaft ist, denn das wird auch eine lebensmäßige Wissenschaft für das soziale Leben. [Dasjenige, was im Grunde genommen beruht — als Vorstellung, als theoretische Anschauung —, nur darauf beruht, dass zerstört wird der menschliche Organismus, das Hinaus-,Übertragen auf die äußere Welt, es wird zur Zerstörung.] Sie brauchen heute nur zu sehen, wie die Leute, die heute im Osten Europas etwas so Verheerendes aufrichten, das geradezu zum Untergang der Zivilisation führen müsste, wenn es dauern würde, wie in Russland es ist. Wie diese Leute, die das tun, in gutem Glauben handeln und meinen, dass sie im Marxismus und dergleichen nur die moderne Wissenschaftlichkeit ausdehnen auf das soziale Leben. Sie wird aber zum Tode des sozialen Lebens. Eine andere Wissenschaft muss es sein, eine Wissenschaft, die nicht allein aus dem menschlichen Kopfe, die aus dem ganzen Menschen hervorgeht, die also nicht bloß aus einer Betrachtung der physischen Welt hervorgeht, und von da aus ihre Methoden bildet, sondern die aus dem menschlich-geistigen Wesen selber hervorgeholt wird, wie die Geisteswissenschaft es ist. Durchdringt man sich mit dieser Geisteswissenschaft, versucht man aufzubauen, wie ich es versucht habe — mag es im Einzelnen so anfechtbar sein, wie es will - in diesen beiden Büchern «Die Kernpunkte der sozialen Frage» oder «In Ausführung der Dreigliederung des sozialen Organismus», versucht man aus dieser Geisteswissenschaft heraus eine soziale Anschauung zu holen, so ist sie eine durchaus aufbauende. Dies erweist sich dann aus dem sozialen Denken, das wirklich wiederum den Menschen zum Menschen führen kann, als Lebensgut.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"2. Die Anthroposophie als Erkenntnis- und Lebensgut","site_heading":null,"date":"1921-01-28","location":null,"word_count":272,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/80b/1921-01-28/p060","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/80b/1921-01-28/p060"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/80b/1921-01-28/p060","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}