2. Die Anthroposophie als Erkenntnis- und Lebensgut

GA 80b/1921-01-28/p063 ·1921-01-28 · original (original)
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Meine sehr verehrten Anwesenden! Wenn einem so etwas entgegentritt, muss ich mich immer erinnern an das, was ein Freund von mir vor vielen Jahren getan hat. Ich war sehr befreundet mit Professor Müllner, der damals, als ich mit ihm befreundet war, Professor für christliche Philosophie an der Wiener theologischen Fakultät war. Als er sein Rektoratsjahr antrat, da sprach er in seiner Rektoratsrede, in dieser Inaugurationsrede als Rektor der Universität, über Galilei. Und dieser Professor Müllner — er ist jetzt schon vor längerer Zeit gestorben —, er sprach ja so, dass sein letztes Wort, das er gesprochen hatte, war, dass er als treuer Sohn seiner Kirche sterbe. Und dennoch, was hat er damals, als er seine Rektoratsrede über Galilei gesprochen hat, gesagt? Er hat gesagt: Wir sehen heute innerhalb des Christentums, wenn wir wirklich unbefangen hinschauen auf die Dinge dieser Welt, den Galileismus anders an, als ihn die Kirche zu Lebzeiten des Galilei angesehen hat.

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