2. Die Anthroposophie als Erkenntnis- und Lebensgut

GA 80b/1921-01-28/p081 ·1921-01-28 · original (original)
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Man darf nämlich nicht vergessen, dass unsere Sprache, besonders wie sie bei den zivilisierten Völkern heute ausgebildet ist, in hohem Maße schon etwas außerordentlich Konventionelles hat und dass sie vor allen Dingen den Sinn mitgemacht hat, der in die Weltanschauung hineingekommen ist durch den Materialismus der letzten Jahrhunderte. Daher ist es heute, wenn man Worte anwendet, schon außerordentlich schwierig, diese Worte der materialistischen Bedeutung zu entkleiden und etwas, was geistig gemeint ist, mit dem adäquaten Sinn zu belegen. Dennoch habe ich es immer wieder und wiederum versucht, und insbesondere in den grundlegenden Büchern werden Sie ein Ringen finden um den Ausdruck. Womit ich durchaus nicht sagen will, dass in den letzten Auflagen dieses Ringen überall zu einem Ideale geführt hat — selbstverständlich nicht! Aber nun, die besondere Charakteristik, die ich gegeben habe von demjenigen, was man schaut, dadurch dass ich [verwendet habe zur Charakteristik der Farbenvorstellungen] - nicht wahr, ich sage, man hat es mit Imaginationen zu tun; diese Imaginationen sind völlig anders als dasjenige, was man in der Sinnenwelt haben kann. Nun möchte ich folgenden Anklang wählen, damit wir uns verstehen können.

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