2. Die Anthroposophie als Erkenntnis- und Lebensgut
Wenn man nun eintritt in die geistige Welt, so hat man Erlebnisse, die wahrhaftig keine Ekstase sind — sowenig eine Ekstase ist das Leben in den geometrischen Vorstellungen. Würde das nicht in vollem Wachbewusstsein da sein, dass man in seiner Seelenverfassung genau so ist wie beim mathematischen Vorstellen, dann würde man nicht auf dem rechten Wege sein. Also, man erlebt etwas, das ganz nach dem Muster des mathematischen Erlebens in der Seele ist, aber man erlebt eine reale geistige Welt. Und indem man diese reale geistige Welt erlebt, erlebt man zunächst nicht Farben, sondern diejenigen Erlebnisse, die wir innerlich an den sinnlichen Farben erleben. Man muss nun natürlich mit der entwickelten Seele so weit sein, dass man überhaupt achtgibt auf diese Erlebnisse.
Cite:
GA 80b/1921-01-28/p085 · edition original