2. Die Anthroposophie als Erkenntnis- und Lebensgut
Ich will noch auf etwas aufmerksam machen, was vielleicht ferner liegt, was aber doch ganz gut zur Versinnlichung der Sache hinzugezogen werden kann. Sehen Sie, wenn Sie einen Salzkristall, einen Salzwürfel, haben: Er ist in gewisser Weise eine abgeschlossene Realität. Das kann durch eine gewisse Zeit, eine sehr sehr lange Erdenzeit, hindurch bestehen — wie er als Salzwürfel vor einem dasteht. Nehmen Sie eine Rosenknospe. Eine Rosenknospe ist eigentlich keine Realität, so wie wir sie vor uns haben, denn nur im Zusammenhange mit der Totalität des Rosenstocks, den Wurzeln und so weiter kann sie eigentlich als Realität gedacht werden. Die Realitäten haben eben durchaus verschiedene Grade, verschiedene Bedeutung. Wenn wir auf das nicht eingehen, so kommen wir nicht zu in sich klaren, lichtvollen Begriffen.
Cite:
GA 80b/1921-01-28/p092 · edition original