2. Die Anthroposophie als Erkenntnis- und Lebensgut
Aber außerdem ist ja ein Korrektiv vorhanden, gerade wenn man mit der Geisteswissenschaft, ich möchte sagen intimere Saiten der menschlichen Seele anschlägt, indem er etwas lernen will. So bildet sich auch ein außerordentliches Feingefühl aus für Selbstständigkeit, gerade wenn man die Seelenfähigkeiten wachruft. Und die Erfahrung zeigt doch, dass ein solches Autoritätsgefühl, wie es manchmal in der äußeren Wissenschaft vorliegt — ein solches Schwören auf die Worte des Meisters, ein solches Hinweggehen mit dem Heft und Schwören auf dasjenige, was man ins Heft hineingeschrieben hat, nachdem man es gehört hatte —, das findet doch bei einer wirklich verantwortlichen Handhabung der Methode der Geistesschulung nicht statt.
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GA 80b/1921-01-28/p097 · edition original