{"corpus":"steiner","locus":"GA 80b/1921-01-28/p109","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Es ist wieder eine Verleumdung, wenn man uns Phantasmen vorwirft. Dasjenige, was wir suchen, ist nicht ein abstraktes Geistiges, sondern die konkrete Geistigkeit ist in den Einzelheiten drinnen. Und so ist wirklich für den, der den Geist in der Natur erkennt, dieser Vorgang des Auskriechens des Schmetterlings aus der Puppe dasselbe auf einer unteren Stufe, was auf einer zunächst höchst erreichbaren Stufe der Tod mit der unsterblichen Seele des Menschen ist, eine Realität. Nicht ich mache das Bild, sondern die Welterscheinungen selbst machen das Bild. Und wenn ich so darinnen stehe, die Welterscheinungen so beurteile, dass die Natur gewissermaßen für mich der lebendige Anblick wird für das, was ich herausbringen kann aus der ganzen Welt als das Verständnis der göttlichen Wesenheit, dann vermag ich es auch dem Kinde beizubringen. Denn dann bilden sich nicht bloß, ich möchte sagen die gewöhnlichen Beziehungen zum Kinde. Es ist nun einmal etwas von Imponderabilien da, Kräfte, die von Mensch zu Mensch wirken. Und solche imponderablen Kräfte, die darinnen liegen, die sind es, die es möglich machen, dass man eigentlich nur dasjenige einem anderen beibringen kann, an das man mit aller Kraft selber glauben kann. Und dieses was sich uns ergibt an Grundwahrheiten, an Bewusstsein der religiösen Grundwahrheiten auf dem Wege, der nun schon einmal durch Geisteswissenschaft gegangen werden kann, das ist es, was uns auch den Religionsunterricht möglich macht, wo er nötig ist, dem Kinde zu geben.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"2. Die Anthroposophie als Erkenntnis- und Lebensgut","site_heading":null,"date":"1921-01-28","location":null,"word_count":233,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/80b/1921-01-28/p109","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/80b/1921-01-28/p109"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/80b/1921-01-28/p109","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}