2. Die Anthroposophie als Erkenntnis- und Lebensgut

GA 80b/1921-01-28/p113 ·1921-01-28 · original (original)
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Also nicht nur in demjenigen, in dem er auf der Erde gewandelt ist, ist er da, sondern immer ist er da. Und man kann immer, wenn man nur will, dasjenige erfahren, was der lebendige Christus unter den Menschen will. Dieses lebendige Auffassen des Christus ist das besonders Wichtige — dieses Immerwährend-Daseiende des Christus —, was ja natürlich nicht ausschließt, dass das Mysterium von Golgatha als ein historisches Ereignis von uns genommen wird. Und zwar, damit nicht Missverständnisse entstehen, betone ich ausdrücklich, dass es als ein übersinnliches Ereignis gefasst wird und dass es sogar schon möglich gewesen ist, evangelische Geistliche, die unbefriedigt waren von der vorhandenen Darlegung, die ganz rationalistisch geworden ist — die Zeitschriftenliteratur zeigt das heute schon —, gerade durch Anthroposophie wieder zurückzuführen zu einer wirklichen, übersinnlichen Auffassung des Mysteriums von Golgatha.

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