2. Die Anthroposophie als Erkenntnis- und Lebensgut

GA 80b/1921-01-28/p116 ·1921-01-28 · original (original)
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Die Erziehung kann ja so sein, dass zum Beispiel bei uns in der Waldorfschule Folgendes vorkam, aber das war nicht ein Verdienst der Waldorfschule, das hat der Junge schon vorher getan, bevor er in die Waldorfschule gekommen ist. Ein jüdischer Knabe, der später in die Waldorfschule geschickt worden ist, hat, bevor die Schule errichtet war, jüdischen Religionsunterricht bekommen. Als er nun bei uns war und hörte, was da ist in der Waldorfschule, hat er es verglichen mit dem, wie die Religion in seinem Elternhause aufgefasst wird. Und er ist nun einfach entlaufen, einfach hinausgegangen zur Türe und ist in die andere Klasse hineingegangen, wo der freie christliche Religionsunterricht erteilt worden ist, und ist drinnen geblieben. Also, wenn es sich darum handeln sollte, dass behauptet wird, es würde das Christentum nicht gepflegt, so stimmt das nicht. Obwohl wir sagen müssen: Wir sind keine Sekte, machen keiner Religionsgemeinschaft Konkurrenz; unsere Quellen liegen zunächst in der Wissenschaft, wie ich es heute ausgeführt habe. So wäre es also ein völlig unberechtigter Vorwurf, zu behaupten, es würde das Christentum nicht gepflegt.

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