{"corpus":"steiner","locus":"GA 80b/1921-02-01/p011","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nun möüssen sich natürlich zunächst für den heutigen Menschen mit solchen Begriffen «Schwelle», wie «Hüter der Schwelle» höchst unbestimmte Dinge verquicken. Ich möchte gleich vorausschicken: Die Menschheit ist durchaus — das habe ich ja in vielen Vorträgen, die ich von derselben Stelle hier halten durfte, gesagt —, die Menschheit ist durchaus in einer Entwicklung, die Menschheit schreitet von Zustand zu Zustand, und da entwickeln sich nicht nur die äußeren Kulturverhältnisse, da entwickelt sich auch von Stufe zu Stufe das Seelenleben, und dasjenige, womit in alten Zeiten gerade die intimsten Vorgänge dieses Seelenlebens bezeichnet werden konnten, das kann nicht für die heutige Menschheit gelten. Daher werden wir auch, wenn wir charakterisieren wollen — und wir wollen das, um uns zu orientieren über diese Dinge —, wir werden, wenn wir charakterisieren wollen dasjenige, was in alten Zeiten verstanden worden ist unter «Schwelle» und «Hüter der Schwelle», wir werden es uns anders zu denken haben, als es gilt für diejenigen Vorgänge, die sich für den heutigen Menschen abspielen, wenn er aus den gewöhnlichen Erkenntnissen zu den übersinnlichen vorschreiten will. Und um das Letztere charakterisieren zu können, möchte ich, rein um etwas verständlicher zu werden, den Vergleich mit den alten Vorstellungen heranziehen. Und man kann im Grunde genommen leichter als mancher, der diese Dinge nur historisch betrachtet, ohne geisteswissenschaftliche Untersuchung zu Hilfe zu ziehen, man kann hinweisen auf dasjenige, was eigentlich als etwas — ich sagte schon, man möchte es fast schreckhaft nennen —, was eigentlich als etwas Schreckhaftes, als etwas Furchtbares, als etwas, was zunächst für den Unvorbereiteten zu vermeiden ist, was da in dieser Art in den alten Weisheitsschulen hingestellt worden ist.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Das Innere der Natur und das Wesen der Menschenseele","site_heading":null,"date":"1921-02-01","location":null,"word_count":270,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/80b/1921-02-01/p011","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/80b/1921-02-01/p011"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/80b/1921-02-01/p011"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}