Das Innere der Natur und das Wesen der Menschenseele

GA 80b/1921-02-01/p019 ·1921-02-01 · original (original)
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Warum — sage ich — hat man in jenen alten Zeiten eine gewisse Furcht, etwas Schreckhaftes gehabt vor dem Hineingehen in diejenigen Erkenntnisse, die heute durchaus Allgemeingut der Menschheit sind? Nun — meine sehr verehrten Anwesenden —, ich habe hingewiesen auf jene Tatsache, die da vorliegt für die Menschheitsentwicklung, in meinem Buche «Die Rätsel der Philosophie», indem ich gezeigt habe, wie in der Tat die Seelenverfassung der Menschheit sich seit den alten griechischen Zeiten ganz wesentlich bis in unsere Tage verändert hat. Dasjenige, was für den Griechen ganz eigentümlich war, das war, dass er noch nicht ein völliges von der Außenwelt losgelöstes Selbstbewusstsein hatte. Wenn er die Welt dachte, so war er in einem ähnlichen Sinne mit dieser Welt verwachsen, wie wir es heute sind, wenn wir nur sinnlich wahrnehmen. Für den Griechen war der Gedanke in einem gewissen Sinne auch eine sinnliche Wahrnehmung.

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