Das Innere der Natur und das Wesen der Menschenseele

GA 80b/1921-02-01/p040 ·1921-02-01 · original (original)
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Sehen Sie — meine sehr verehrten Anwesenden —, im gewöhnlichen Menschenleben wird ja, weil das ganz offenbar ist, unterschieden zwischen denjenigen Zuständen, zwischen denen dieses menschliche Leben wechseln muss, wenn der Mensch seelisch und physisch gesund bleiben soll. Der Mensch muss wechseln zwischen dem wachen Tagesleben vom Aufwachen bis zum Einschlafen, wo durchsetzt ist dasjenige, was er innerlich seelisch erlebt, von Gedanken oder Vorstellungen, wo diese Gedanken eine gewisse Farbe erhalten durch das Gefühlsleben, wo aus unbestimmten Tiefen, aber geleitet von den Gedanken, das Willensleben aus dem Inneren des Menschen hervorquillt und Taten vollbringt; und zwischen diesem Zustande des menschlichen Seelenlebens und demjenigen, wo der Mensch regungslos liegt, wo die Gedanken in Finsternis getaucht sind, wo die Gefühle schwimmen, wo der Wille sich nicht betätigt. Also, zwischen dem Wachzustande und dem Schlafzustande wechselt das gewöhnliche normale Menschenleben. So sieht man dieses normale Menschenleben an.

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