Das Innere der Natur und das Wesen der Menschenseele

GA 80b/1921-02-01/p045 ·1921-02-01 · original (original)
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Aber wir nehmen in dieses gewöhnliche Leben unbewusste Zustände herein. Wir würden nicht zum Gefühl der Freiheit kommen, wenn wir nicht aussondern könnten aus unserem Wesen etwas, was sich gewissermaßen heraushebt aus unserem ganzen Organischen zunächst. Gerade indem sich das Vorstellungsleben heraushebt, entwickelt es dasjenige, was ich früher charakterisiert habe als dem Freiheitserlebnis zugrunde liegend. Davon sondern wir uns in einer gewissen Weise von uns selber ab. Wir leben wachend nur in einem Teile von uns, nur in demjenigen, was uns das Vorstellungsleben repräsentiert. Wir leben gewissermaßen in Bezug auf einen anderen Teil von uns in derselben Weise unbewusst, wie wir in Bezug auf das Innere der Natur unbewusst leben. Da tritt anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft ein, indem sie die Methoden entwickelt zu höherer Erkenntnis. Sie beruht nicht auf irgendetwas, was nur im Entferntesten mit den träumerischen obskurantesten Mystikern verwandt wäre, sie beruht nicht auf irgendetwas, was im äußeren Experiment wie im vertrackten Spiritismus zu erreichen wäre; sie beruht durchaus auf demjenigen, was mit einer so hellen Klarheit aus dem inneren Menschen hervorgeholt werden kann, wie nur die reinsten materiellen Vorstellungen. Bei vollem Bewusstsein wird das aus dem Inneren des Menschen hervorgeholt, was in die Methoden der geisteswissenschaftlichen Untersuchungen einfließen soll.

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