5. Natürlicher Tod und geistiges Leben
Die Ideen, die Vorstellungen, in denen Anthroposophie aussprechen muss dasjenige, was sie in einer gewissen Art durch sogenannte übersinnliche Erkenntnisse gewinnt, sie haben gegenüber denjenigen Vorstellungen, an die man heute im wissenschaftlichen Leben gewöhnt ist, etwas, man darf wohl sagen, Lebendigeres, etwas, das sich, ohne die wissenschaftliche Grundlage zu verlassen, abhebt in einer gewissen Weise von demjenigen, was nur gebunden ist an die äußere, durch die Sinne wahrnehmbare, durch den Verstand zu erreichende Tatsachenwelt. Von dieser äußeren Tatsachenwelt wendet sich Anthroposophie zu einer anderen Tatsachenwelt hin, und von dieser anderen Tatsachenwelt muss sie eben nicht nur anderes verkünden, als die Sinne zu sehen in der Lage sind, sondern sie muss auch in anderer Art sprechen.
Cite:
GA 80b/1922-02-12/p004 · edition original