5. Natürlicher Tod und geistiges Leben

GA 80b/1922-02-12/p015 ·1922-02-12 · original (original)
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Wenn man nun diese Einzeltatsache des Lebens vor seine Seele hinstellt, was findet man denn da eigentlich? Der Mensch lässt zurück von seinem Leben in der physischen Welt dasjenige, was wir Leichnam nennen. Die Stoffe, die Kräfte, sie sind in diesem Leichnam in einem gewissen Zusammenhange; sie sind, wenn der Mensch als physisches Wesen Leichnam geworden ist, in einem solchen Zusammenhange, in dem sie nicht bleiben können, aus dem sie heraustreten müssen, und zwar heraustreten müssen durch dieselben Kräfte, durch dieselben Naturgesetze, die wir äußerlich mit unseren Sinnen und mit unserem Verstande in aller Welt finden, in die wir sinnengemäß hineingestellt sind. Man muss sagen: In einem gewissen Sinne wird der menschliche Stoff- und Kräftezusammenhang mit dem Eintritt des Todes übernommen von derjenigen Welt, aus der wir eigentlich von der Geburt bis zum Tode unsere Erkenntnisse, sofern sie Sinnes- und Verstandeserkenntnisse sind, schöpfen.

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