{"corpus":"steiner","locus":"GA 80b/1922-02-12/p020","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Und was tritt dadurch ein? Dadurch — meine sehr verehrten Anwesenden - tritt zu den beiden Bewusstseinszuständen, in denen der Mensch wechselt im gewöhnlichen Leben, ein dritter hinzu. Die beiden Bewusstseinszustände, die ich meine, sind derjenige, den wir vom Morgen bis zum Abend haben, der unser gewöhnliches Seelenleben umschließt, der auch alles dasjenige umschließt, was die äußere Wissenschaft für zugänglich ansieht — es ist eben der Zustand des Wachens; der andere Bewusstseinszustand kann eigentlich nicht einmal im richtigen Sinne ein Bewusstseinszustand zunächst genannt werden — es ist der Zustand des Schlafes. Aber aus diesem Zustande heraus taucht auf das merkwürdige Leben des menschlichen Träumens — jenes menschlichen Träumens, das vielleicht in abergläubischer Weise von dem einen hingenommen wird, das von dem anderen zunächst angestaunt wird, von einem Dritten als etwas Rätselhaft-Unbekanntes betrachtet wird, das aber doch sehr viele Leute darauf aufmerksam macht, dass ja vielleicht die Hinlenkung des Seelenblickes gerade auf dieses Herauftauchen der Traumwellen aus den tiefen Meeresuntergründen des menschlichen Seelenlebens für die Erkenntnis des Gesamtlebens eine besondere Wichtigkeit haben könnte. Gewiss kann Anthroposophie nicht das Geringste zu tun haben mit irgendwelchem Traumes-Aberglauben, aber sie muss, wenn sie zwar nicht irgendwelche Erkenntnis aus dem Traumleben hervorholt — das liegt ihr ganz ferne —, doch hinweisen als auf etwas tief Rätselvolles und für das Leben Wichtiges in der Traumwelt. Sie muss doch Folgendes sagen zu ihrer Rechtfertigung.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"5. Natürlicher Tod und geistiges Leben","site_heading":null,"date":"1922-02-12","location":null,"word_count":227,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/80b/1922-02-12/p020","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/80b/1922-02-12/p020"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/80b/1922-02-12/p020","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}