5. Natürlicher Tod und geistiges Leben

GA 80b/1922-02-12/p028 ·1922-02-12 · original (original)
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Wenn man diese beiden nebeneinander stellt, wenn man also den Menschen im gewöhnlichen physischen Dasein durchdringt mit dem, als was er sich erscheint, wenn er sein wahres, höheres Dasein erblickt, dann — meine sehr verehrten Anwesenden —, dann trifft man das Todesrätsel zum zweiten Mal, und man trifft es auf eine Weise, die sich eben dem gewöhnlichen Leben und der gewöhnlichen Wissenschaft nicht darbietet. Dann taucht man ja mit demjenigen, das sich zuerst aus dem Werkzeuge des Leibes, aus der ganzen physischen Organisation herausgehoben hat, mit dem taucht man wiederum in diese physische Organisation unter; und man erlebt jetzt diese physische Organisation noch in einer anderen Weise als im gewöhnlichen Leben. Man erlebt jetzt, was es heißt, dass wir ja dasjenige, was mit dem Tode als Leichnam von uns fällt, was nach ganz anderen physischen Gesetzen sich bewegen muss nach dem Tode als während des physischen Lebens, dass wir das ja während dieses physischen Lebens immer in uns tragen. Und man erschaut es eigentlich als einen Schein, dass dieser Augenblick des Todes wie ein Vereinzeltes im menschlichen Leben dasteht. Man erfühlt jetzt erkennend: Du trägst ja fortwährend dasjenige in dir, was du bei einem toten Menschen in physischer Beziehung mit den Zerstörungskräften vor dir siehst, du trägst diese Zerstörungskräfte immer in dir. Das ist eine bedeutsame Erkenntnis, meine sehr verehrten Anwesenden!

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