5. Natürlicher Tod und geistiges Leben
Wir sind in einem dumpfen Bewusstseinszustande, der es nur bis zum Traume bringt, der nur aufgehellt wird eben durch die höhere Erkenntnis und dadurch auch durchschaubar wird. Auch dieser Bewusstseinszustand bringt es nur zu der Bilderwelt des Traumes, die nicht durchzogen ist von Gedanken. Um im gewöhnlichen Bewusstsein Gedanken zu haben, muss man untertauchen in den physischen Organismus, der die Sterbe-, die Todeskräfte in sich trägt. Und hätten wir nicht diese Sterbe-, diese Todeskräfte, wir würden eben im gewöhnlichen Bewusstsein zwischen Geburt und Tod nicht eine in sich selbst geschlossene Gedankenwelt haben.
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GA 80b/1922-02-12/p031 · edition original