{"corpus":"steiner","locus":"GA 80b/1922-02-12/p042","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Man braucht wahrhaftig nicht auf diesem Gebiete selber Forscher zu werden — ich habe mir dieses hier öfter zu erwähnen erlaubt —, um in die Berechtigung der anthroposophischen Welt einzudringen. Derjenige, der ein Forscher wird, der hat die geistige Welt unmittelbar vor sich, wie ich sie seit Jahren hier schildere. Er schildert sie dann heraus aus demjenigen, was sich ihm ergibt, wenn er umsetzt dasjenige, was er schaut, in die Form des menschlichen Gedankens. Indem er sie aber schildert, appelliert er nun nicht nur bloß etwa an das eigene Schauen, sondern er appelliert an die innere menschliche Lebendigkeit. Und weil der Mensch diese innere Lebendigkeit in sich trägt, so wie er in sich die Sterbekräfte trägt, so kann er sich allmählich, auch wenn er nicht selber Forscher wird auf dem geisteswissenschaftlich-anthroposophischen Gebiet, ein Verständnis erwerben für dasjenige, was der Forscher aus der geistigen Welt herausholt. Zwar wird durch die Publikation solcher Schriften, wie mein Buch ist «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», darauf hingewiesen, wie jeder wenigstens zu den ersten Anfängen des eigenen Erforschens der geistigen Welt kommen kann, aber es wird ebenso hingewiesen, dass in erster Linie solche Bücher so geschrieben sind, wie sie es sind, damit jeder gewissermaßen die Rechtfertigung empfängt des Geistesforschers darüber, was dieser eigentlich tut. Dasjenige aber, was als Ideen, als Vorstellungen vor die Menschheit hintritt, das kann der gesunde Menschenverstand erfassen. Denn dieser gesunde Menschenverstand, er ist dasjenige, was sich ebenso zu den lebendigen Gedanken erheben kann, wie er stehen bleiben kann bei den toten Gedanken. Und dieses Verständnis ist kein bloßer Glaube, kein bloßes gefühlsmäßiges Verstehen, sondern es ist ein Verstehen aus der freien Menschennatur heraus, die einfach dasjenige, was in ihr an Weltenwesenheit ist, verbindet mit dem, was durch Forschung aus dieser Weltenwesenheit heraus verkündet werden kann.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"5. Natürlicher Tod und geistiges Leben","site_heading":null,"date":"1922-02-12","location":null,"word_count":296,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/80b/1922-02-12/p042","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/80b/1922-02-12/p042"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/80b/1922-02-12/p042","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}