5. Natürlicher Tod und geistiges Leben

GA 80b/1922-02-12/p043 ·1922-02-12 · original (original)
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Es muss immer wiederum gerade das als Wichtigstes betont werden, dass Anthroposophie gewissermaßen sich der Welt übergibt, damit sie geprüft werde an dem gewöhnlichen, gesunden Menschenverstand. Übt man den, lässt man ihn sich ausleben in allseitiger, nicht in einseitiger Weise, dann wird man schon sehen, wie er sich anders zur Anthroposophie stellt, als man heute noch vielfach glaubt. Man kann hinsehen dann auf solche Begriffe, wie sie Herbert Spencer gibt, die nur stehen bleiben innerhalb des physischen Lebens in der Weise, wie ich es einleitend dargestellt habe; man kann andererseits hinsehen zu solchen Begriffen, wie sie Wladimir Solowjow aus dem vollen Menschenleben heraus gibt. Man wird bei Herbert Spencer sehen, warum er stehen bleiben muss beim physischen Leben, weil alles dasjenige, was er ausspricht, aus einem Denken heraus ist, das an die Sterbe-, an die Todeskräfte gebunden ist. Und man wird bei Solowjow sehen, dass er sich zwar der Begriffe bedient, welche im Westen üblich sind und die eben im höchsten Maße die Begriffsform, die an Sterben und Tod gebunden ist, enthält. Aber man wird bei Solowjow sehen, wie ihm diese Begriffe als etwas Äußerliches bleiben, wie er aber dasjenige, was er eigentlich sagen will, aus einem mystischen Dunkel und aus einer mystischen Tiefe heraus träumt und dadurch wiederum nach der anderen Seite einseitig wird.

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