5. Natürlicher Tod und geistiges Leben
Mir scheint, meine sehr verehrten Anwesenden, dass das deutsche Mitteleuropa aus den besonderen Vorbedingungen, die für sein Denken, Fühlen und Wollen vorhanden sind — diese großen Aufschwünge, die in Goethe und denjenigen ans Tageslicht getreten sind, die gewissermaßen als innerhalb des Goetheanismus stehend bezeichnet werden können —, die Aufgabe hat, durch eine Fortleitung in der Richtung dieser Bestrebungen beide Einseitigkeiten zu vermeiden und in der Tat unsere uns an die Erde fesselnde wissenschaftliche Begriffswelt, die nur über den natürlichen Tod in Wahrheit etwas auszusagen hat, heraufzuheben zu einem geistigen Leben, das über die Unsterblichkeit etwas auszusagen hat.
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GA 80b/1922-02-12/p045 · edition original