{"corpus":"steiner","locus":"GA 80b/1922-02-12/p048","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Das war es, was ich aus dem Wesen dieser Geisteswissenschaft heraus durch die heutige Betrachtung vor Ihre Seele stellen wollte - meine sehr verehrten Anwesenden — und was ich jetzt mit wenigen Worten so zusammenfassen möchte, dass ich sagen möchte: Gerade ein intimeres Betrachten der Stellung von Anthroposophie und Welt bringt uns zu einer ganz besonderen Anschauung über das Verhältnis vom natürlichen Tod und geistigem Leben. Aber wir gewinnen eine solche Einsicht nur, wenn wir erfüllen dasjenige, was Anthroposophie im Grunde genommen uns zuruft aus dem tieferen Weltenwesen selbst heraus, indem sie uns sagt: Mensch, willst du erkennen dasjenige, was unsterblich im Geiste lebt, so belebe erst deine Erkenntniswelt selber. Willst du das Leben im Geiste erfassen, belebe in dir erst deine Erkenntnis. Verstehe, was es heißt, wenn gesprochen wird nicht in toten, sondern in lebendigen Begriffen. Schwinge dich auf von demjenigen, was als Totes Unterlage braucht, zu demjenigen, was als Geistiges frei sich im Geistigen, in den geistigen Welten bewegt, was nicht gebunden ist an dasjenige, was in der Vergänglichkeit webt und west, was in sich selber lebt und was erfasst werden kann, wenn der Mensch gerade die großen, bedeutsamen Gegenpole vor seine Seele stellt: den natürlichen Tod an sich selbst, das geistige Leben, das er fassen kann, wenn er sich freimacht von demjenigen, was an das Vergängliche im irdischen Leben gebunden ist!","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"5. Natürlicher Tod und geistiges Leben","site_heading":null,"date":"1922-02-12","location":null,"word_count":224,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/80b/1922-02-12/p048","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/80b/1922-02-12/p048"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/80b/1922-02-12/p048","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}