12. Seelenewigkeit Des Menschen Vom Gesichtspunkt Der Anthroposophie

GA 80b/1923-05-14/p004 ·1923-05-14 · original (original)
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Nun, dieser hier geltend gemachte Standpunkt will nichts weiter als fortsetzen, die naturwissenschaftliche Methode fortsetzen, aber nicht etwa nur bis zu denjenigen Punkten, von denen man den Ausblick gewinnen kann in jene übersinnliche Welt, von der aus allein ein möglicher Gesichtspunkt gewonnen werden kann für die ewige Natur des Menscheninneren. Man muss, will man zu einer solchen Erkenntnis gelangen, überhaupt zunächst sein Augenmerk richten auf die Erkenntnisvorstellungen selber. Man muss sich fragen, ob nicht eine Erkenntnis, die stehen bleiben will innerhalb des gewöhnlichen Bewusstseins, wie wir es anwenden gegenüber den Naturerscheinungen, wo wir es verändern durch Messen, durch die Versuche mit der Waage, durch Zählen, Rechnen und so weiter, ob denn, wenn wir mit der Erkenntnisvorstellung innerhalb des gewöhnlichen Bewusstseins stehen bleiben, überhaupt ein Aufblick in die übersinnliche Welt möglich ist, ob nicht eine ganz andere Erkenntnisvorstellung gewonnen werden muss. Und damit wir uns über eine solch andere Erkenntnisvorstellung verstehen, meine sehr verehrten Anwesenden, lassen Sie mich ausgehen zunächst von einem Vergleich; ich will durch diesen Vergleich von vornherein nichts beweisen, sondern mich nur verständlich machen, damit dasjenige, was ich dann in mehr beweisender Art anfügen werde, eben in der richtigen Weise erfasst werden kann.

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