12. Seelenewigkeit Des Menschen Vom Gesichtspunkt Der Anthroposophie

GA 80b/1923-05-14/p023 ·1923-05-14 · original (original)
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Und lebt man sich ein in diesen Zeitleib des Menschen, dieser ersten Stufe der übersinnlichen Erlebnisse des Menschen, dann muss man allerdings auch die engherzige Ich-Vorstellung zunächst ablehnen, die man dadurch hat, dass man eben mit seinem Ich ruht innerhalb seiner menschlichen Haut. Jetzt fühlt man sich wie zusammengehörig mit dem ganzen Kosmos. Man fühlt nun sich wirklich in seinem Ätherleib, in seinem Zeitleibe, als ein Glied des ganzen Kosmos. Und man bekommt ganz real die Vorstellung: Wenn ich einen Finger abschneide von meinem Organismus, dann ist das kein Finger mehr; der Finger hat nur einen Sinn im Zusammenhang mit dem Organismus. So hat man, indem man sich zu diesem Zeitleibe hinüberlebt, das deutliche Bewusstsein: Du hast als Mensch in dieser höheren Wesenheit nur einen Sinn als ein Glied des ganzen ätherischen Kosmos; du gehörst dem ätherischen Kosmos an. Das Ich erkennt sich jetzt in seiner Bedeutung als Erdenmensch erst so recht, weiß, dass es eigentlich jene Ich-Empfindung, die der Mensch als Erdenmensch hat, gerade dem physischen Raumesleib verdankt.

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