12. Seelenewigkeit Des Menschen Vom Gesichtspunkt Der Anthroposophie

GA 80b/1923-05-14/p026 ·1923-05-14 · original (original)
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Damit wir uns über dieses Seelenerlebnis verständigen, lassen Sie mich folgenden Vergleich gebrauchen. Denken Sie sich, wir wären zunächst in einer der modernen großen Städte, wo so richtiges Getöse, furchtbarer Tumult herrscht, dass man sein eigenes Wort nicht verstehen kann, wenn man auf der Straße geht. Dann entfernt man sich von der Stadt, geht fünf Minuten weiter weg, es wird immer stiller; weitere fünf Minuten weg wird es noch stiller, immer stiller, denken wir uns, wir kommen dann in die tiefe, schweigsame Einsamkeit des Waldes; wir können sagen: Da schweigt alles ringsherum. Unsere Seele kommt mit dem Schweigen der Umgebung selber in Schweigen. Aber sehen Sie, wir haben damit noch nicht jenes Schweigen erlangt, von dem ich jetzt spreche als dem tiefen Schweigen der Seele. Wenn man von dem Schweigen des Waldes gegenüber dem Getöse der Großstadt spricht, so sagt man, dass das Laute ganz allmählich aufhört. Bei dem Zustand Null, gegenüber dem lauten Getöse bei dem Zustand Null angekommen, nennen wir das dann Ruhe.

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Cite: GA 80b/1923-05-14/p026 · edition original