12. Seelenewigkeit Des Menschen Vom Gesichtspunkt Der Anthroposophie

GA 80b/1923-05-14/p029 ·1923-05-14 · original (original)
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Das — meine sehr verehrten Anwesenden — ist dasjenige, um was es sich bei dem hier vertretenen Gesichtspunkt handelt. Man beginnt nicht zu spekulieren von irgendeinem Punkte aus, um darauf zu kommen, ob es eine Seelenunsterblichkeit gibt oder nicht. Man verspricht sich davon nichts. Denn das wäre so, wie wenn einer aus dem Träumen, aus dem Traum selber sich Aufklärung holte. Er muss aufwachen, um sich über den Traum aufzuklären. Jetzt wacht man im tiefen Schweigen der Seele auf einer höheren Stufe auf, und man klärt sich auf über dasjenige, was das Erdendasein ist. Es wird gestaltet von demjenigen Dasein, das man durchgemacht hat, bevor man durch die Geburt schritt, beziehungsweise durch die Konzeption, und zu diesem Erdendasein heruntergestiegen ist. Geisteswissenschaft in dem hier gemeinten Sinne will die Methode aufzeigen, durch die die Anschauung des Ewigen in der Menschenseele gewonnen werden kann. Damit aber — meine sehr verehrten Anwesenden - ist die zweite Stufe der Geisteserkenntnis, durch die wir neben den Geheimnissen der Welt auch die Geheimnisse des eigenen Wesens uns verschaffen können, erklommen.

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