4. Die anthroposophische Geisteswissenschaft und die grossen Zivilisationsfragen der Gegenwart

GA 80c/1921-02-23/p003 ·1921-02-23 · original (original)
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Meine sehr verehrten Anwesenden! Wer über ein solches Thema spricht, wie dasjenige ist des heutigen Abends und dasjenige, über das ich am 27. des Monats sprechen werde, der muss sich gerade gegenüber dem Geistesleben der Gegenwart bewusst sein, dass es zahlreiche Seelen heute gibt, welche sich nach einem neuen Einschlag, nach einer Auffrischung und Metamorphose wichtiger Teile unseres ganzen zivilisatorischen Lebens sehnen, heraus aus manchem, was heute deutlich das Kennzeichen an sich trägt, dass, wenn es fortgesetzt würde, die Menschheit in den Niedergang der Zivilisation geführt würde, heraus aus manchem, was zivilisatorische Strömung seit ein, zwei oder mehr Jahrhunderten ist. Das finden wir gerade bei denjenigen Seelen, die in der Gegenwart versuchen, am tiefsten in ihr eigenes Inneres hineinzublicken. Wir können sagen: Dasjenige, was über die übersinnlichen Welten zu sagen ist, es kann jederzeit zu jeder Menschenseele gesprochen werden. Es kann gesprochen werden, man möchte, um ein Extrem zu nennen, sagen, zu dem Einsiedler, der sich ganz von der Welt zurückgezogen hat und nur noch an seiner allernächsten Umgebung Interesse hat; es kann auch gesprochen werden zu Persönlichkeiten, die voll darinnenstehen im Leben. Denn dasjenige, um was es sich handelt, ist ja durchaus eine ganz allgemein menschliche Angelegenheit.

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