{"corpus":"steiner","locus":"GA 80c/1921-02-23/p025","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wir stehen als Menschen in dieser Welt. Wenn wir uns auf uns selbst besinnen, müssen wir uns sagen: Indem wir einfach denken über die Dinge, indem wir die Experimente zusammenfassen, die Beobachtungen zusammenfassen, ist es der Geist, der in uns tätig ist. Aber ist denn dieser Geist jener Einsiedler, der da steht in einer Welt von materiellen Erscheinungen? Ist dieser Geist nur in unserem Leibe vorhanden? Ist die Welt geist- und seelenlos, wie wir sie durch physikalische und biologische Wissenschaften, von ihrem Gesichtspunkte aus mit Recht, auffassen müssen? So stehen wir einmal heute vor unserer Umwelt. Wir stehen neuerdings vor einer Schwelle. Das ist ja gewiss den weitesten Kreisen der Menschheit noch nicht zum Bewusstsein gekommen. Aber was die Menschheit sich nicht voll zum Bewusstsein bringt, das ist deshalb nicht ganz in der Seele ausgelöscht. Man denkt nicht nach über die Dinge, aber innerlich sitzen diese Dinge als Empfindungen der Seele. Wir haben ein unbewusstes Seelenleben. Bei den meisten Menschen bleibt es unbewusst. Aber aus diesem Unbewussten heraus erwächst die Sehnsucht, wiederum eine Schwelle zu überschreiten, zum Selbstbewusstsein geistige Welterkenntnis hinzuzugewinnen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"4. Die anthroposophische Geisteswissenschaft und die grossen Zivilisationsfragen der Gegenwart","site_heading":null,"date":"1921-02-23","location":null,"word_count":181,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/80c/1921-02-23/p025","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/80c/1921-02-23/p025"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/80c/1921-02-23/p025","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 304/1921-02-23","ga":"304","lecture":"1921-02-23","kind":"reprint","relation":"the same text served under another volume (a reprint or another edition)"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."}}