4. Die anthroposophische Geisteswissenschaft und die grossen Zivilisationsfragen der Gegenwart

GA 80c/1921-02-23/p040 ·1921-02-23 · original (original)
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Wenn man einmal erfasst hat und verfolgen lernt dann die Seele außerhalb des Leibes zwischen dem Einschlafen und Aufwachen, wie man erkennen lernt die geringeren Kräfte, die die Seele nach dem Leibe im Bette hinziehen, so lernt man erkennen die Seele, wie sie lebt, indem sie vom Leibe befreit ist, nachdem sie durch die Pforte des Todes gegangen ist. Namentlich die folgenden Vorstellungen nimmt man auf: Man lernt erkennen, warum im Schlafe die Menschenseele nur ein dumpferes Bewusstsein hat. Sie hat es deshalb, weil in ihr die Begierde nach dem Leibe lebt. Diese Begierde nach dem Leibe dämpft bis zur Ohnmacht herab das Bewusstsein zwischen dem Einschlafen und Aufwachen. Wenn der Mensch durch die Pforte des Todes schreitet, ist diese Begierde nicht mehr vorhanden. Und indem man die Seele kennenlernt durch das entwickelte Erinnerungsvermögen, lernt man sie gerade in dem Zustand kennen, wie sie entwickelt wird, nachdem sie durch die Pforte des Todes schreitet; wie sie dann ein Bewusstsein haben kann, weil sie nicht an einen physischen Leib gebunden ist, weil sie nach einem solchen keine Begierde mehr hat. Dieses Freisein von einer Begierde macht das Bewusstsein möglich.

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