4. Die anthroposophische Geisteswissenschaft und die grossen Zivilisationsfragen der Gegenwart

GA 80c/1921-02-23/p052 ·1921-02-23 · original (original)
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Wir müssen nicht nur arbeiten in der modernen Technik, die aus der modernen Naturanschauung hervorgegangen ist, sondern wir müssen auch eine andere Möglichkeit gewinnen: Der Mensch ist der alten Natur entfremdet worden, er ist selber hineingestellt worden praktisch, mit seinen Handlungen, seinem ganzen Beruf in ein entseeltes, entgeistigtes Mechanistisches; er ist von dem Umgang mit der Natur zum Umgang mit der geistlosen Maschine, mit dem geistlosen Verkehrsmechanismus geführt worden; und wir müssen die Wege finden, dem Menschen wieder etwas zu geben, das er empfinden kann wie früher durch die Natur Gegebenes. Das muss eine Weltanschauung sein, die mit starker Kraft zu seiner Seele spricht und die ihm sagt, dass der Mensch etwas anderes noch ist, als was er hier erlebt; dass er angehört einer geistig-seelischen, einer übersinnlichen Welt, die ihn umgibt, die man erforschen kann in ebenso exakter Wissenschaft, wie die äußere Wissenschaft ist, die zur Technik führt. Aber nur eine solche Wissenschaft wird auch das richtige Verhältnis von Mensch zu Mensch wiederum begründen können. Eine solche Wissenschaft wird uns im Menschen begegnen lassen ein Wesen, das uns nicht nur erscheint, wie es uns gegenübertritt, wie es erscheint zwischen Geburt und Tod, sondern so, dass wir das Ewige, das Unvergängliche, den Zusammenhang mit einer übersinnlichen Welt immerdar achten lernen. Dadurch muss die Empfindung von Mensch zu Mensch anders werden durch ein solch vertieftes Wissen.

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