6. Philosophie und Anthroposophie

GA 80c/1921-03-01/p024 ·1921-03-01 · original (original)
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Hier ist der Punkt, wo es möglich ist, unsere ja durch die äußere Forschung so weit fortgeschrittene Medizin zu verinnerlichen, die Brücke zu schlagen zwischen Pathologie und einer auf wirklicher Erkenntnis des Menschen und der Welt gebauten Therapie; über eine solche Vertiefung der Medizin habe ich mir erlaubt, im vorigen Frühling an unserer geisteswissenschaftlichen Hochschule in Dornach vor Ärzten und Medizinstudierenden vorzutragen. Und gerade auf diesem Gebiet kann man zeigen, wie die einzelnen Wissenschaften wiederum befruchtet werden können durch dasjenige, was anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft ist. Ebenso haben dieses für die anderen Wissenschaften gezeigt die Hochschulkurse in Dornach, die im vorigen Herbst von dreißig gelehrten Fachleuten auf verschiedenen Gebieten der Wissenschaften, auch von künstlerischen, von praktischen Menschen, von kommerziellen, von industriellen, gehalten wurden. Sie haben gezeigt, wie anthroposophische Geisteswissenschaft befruchten soll die einzelnen Wissenschaften, indem sie hinzubringt zu dem, was zu solchen Forschungstriumphen geführt hat in der neuesten Zeit, zu dem, was äußere Forschung bieten kann, dasjenige, was innerlich erschaut werden kann. Denn gerade so, wie ich geschildert habe, dass durch die wirkliche Erkenntnis des Erinnerungsvermögens, durch seine Weiterbildung, die Erkenntnis des Menschen wahrhaftig zustande kommt, so kommt auch eine geistig-übersinnliche Naturerkenntnis auf diesem Wege zustande.

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