8. Die Erkenntnis des Geistigen Wesens der Welt
Zunächst stellen wir uns vor Augen die Ansicht, welche in jenen älteren Zeiten über die urältesten Lehrer der Menschheit vorhanden war. Diese Menschen glaubten, dass die allerersten Lehrer ihre Anschauung erhalten haben direkt von göttlichen Lehrern, mit denen sie in einem übersinnlichen Verkehr gestanden haben im Urbeginn der Erdenzeit. Ich kann nur auf diesen Glauben älterer Zeiten hier hinweisen, denn die Auseinandersetzung der Frage würde heute vom Thema weit abführen. Ich habe nur aufmerksam darauf zu machen, dass diese Frage ja in dieselben Gebiete hineinführt wie zum Beispiel diese über den Ursprung der menschlichen Sprache oder den Ursprung des menschlichen Denkens. Ältere Zeiten haben eben selbst für die Erteilung der Lehre des Übersinnlichen an die Menschen schon zu einem Übersinnlichen ihre Zuflucht genommen, wie sie den Ursprung der Sprache darinnen gesucht haben, dass gewissermaßen göttliche Einflüsse selbst sich auf die Menschen und die Menschheit geltend gemacht haben, und der Mensch so gewissermaßen aus dem Übersinnlichen heraus direkt die Sprache [übernommen] hat. So auch dachte man sich, dass die ersten Lehrer, die ersten Gurus ihre Erkenntnisse durch einen übersinnlichen Verkehr mit ersten großen Lehrern der Menschheit erhalten haben. Aber die Späteren wussten, dass sie nur zu einer wirklichen Anschauung des Geistigen, zu einer Erkenntnis des Geistigen in der Welt kommen könnten, wenn sie sich an einen solchen Lehrer wandten.
Cite:
GA 80c/1922-11-03/p010 · edition original