8. Die Erkenntnis des geistigen Wesens der Welt

GA 80c/1922-11-03/p022 ·1922-11-03 · original (original)
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Nun habe ich bereits im Beginn der Neunzigerjahre des vorigen Jahrhunderts in meiner «Philosophie der Freiheit» gezeigt, wie derjenige Mensch, der nun ganz durchdrungen ist von der naturwissenschaftlichen Gesinnung der Gegenwart, wie der Mensch sich zur moralischen Welt verhalten kann. Man kommt nämlich allmählich wirklich darauf, dass diese Naturwissenschaft noch mehr, als sie das bereits getan hat, alles Denken nur darauf verwenden kann, die äußeren Erscheinungen nur gedanklich zu durchdringen, zu ordnen, und so zu Gesetzen zu kommen, die ja in Gedanken gefasst werden. Man kommt dazu, sich zu sagen: Diese Naturanschauung kann durch sich selbst nicht ein Übersinnliches gewinnen; alles dasjenige, was sie gewinnen kann als inneres Seelenerlebnis, ist Bild einer sinnlichen Außenwelt und muss es bleiben.

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