8. Die Erkenntnis des geistigen Wesens der Welt
Derjenige, der das zusammenbringt mit irgendetwas Mediumhaften, mit irgendetwas, das man im gewöhnlichen Leben auch oftmals Hellsehen nennt, und was alle möglichen scharlatanhaften Okkultismen treibt, der weiß eben nicht, dass derjenige, der zum Beispiel in eine Autosuggestion kommt, während er ganz drinnensteckt in der Autosuggestion, ein herabgestimmtes Bewusstsein hat. Das Bewusstsein, das hier gemeint ist als ein hellseherisches, ist nicht herabgestimmt gegenüber dem gewöhnlichen Bewusstsein. Das gewöhnliche Bewusstsein bleibt voll aufrechterhalten und das andere kommt dazu, sodass man nicht etwa weniger bewusst, weniger besonnen ist als im gewöhnlichen Leben, sondern eben besonnener ist. Man soll fragen erst, ob derjenige, von dem hier als Geistesforscher gesprochen worden ist, über naturwissenschaftliche Dinge nicht ebenso reden kann wie diejenigen, die ablehnen dieses exakte Hellsehen! Er kann das. Da er das kann, was die anderen können, und nur dazukommt dasjenige, was eben die exakte Clairvoyance gibt, so kann man aus Willkür zwar diese exakte Clairvoyance ablehnen, man kann aber nicht sagen, dass es irgendetwas ist, was einem die gewöhnliche Besonnenheit nähme, oder was einen hinausführe aus dem, was einen zum Beispiel als Naturforscher fest in die Welt hineinstelle. Weder von der Lebenspraxis noch von der besonnenen Forschung wird man abgeführt dadurch, dass man zum Behufe der Erkenntnis des Geistes der Welt in diese exakte Clairvoyance eintritt.
Cite:
GA 80c/1922-11-03/p036 · edition original