8. Die Erkenntnis des geistigen Wesens der Welt
Bringt man es auch noch dahin, die Bilder nicht nur kommen zu lassen durch die entsprechende Meditation, sondern sie jederzeit hinwegzuschaffen, sodass man leeres Bewusstsein hat, dann dringt herein, so wie sonst der Atem in unsere Lunge hereindringt, eine geistige Welt; ich sage, wie der Atem in unsere Lunge hereindringt. Ich könnte, wenn ich den Vergleich weniger genau sagen würde, auch sagen, wie sonst die Farbe in unser Auge, die Töne in unser Ohr eindringen; allein dann wäre der Vergleich etwas weniger genau. Es ist so, dass, wenn wir sinnlich wahrnehmen in der äußeren physischen Welt, diese Wahrnehmungen eben viel weniger lebendig an uns herantreten als dasjenige, was wir nun im leeren Bewusstsein erleben. Wir erleben das so stark, dieses Hereindringen des Geistes der Welt, wie wir sonst eben das Atmen unbewusst erleben. Aber wie das Atmen eben lebendig in uns ist, nicht bloß mit jener Schattenhaftigkeit, mit der wir die Farben, die Töne haben, so ist dasjenige, was wir nun geistig erleben, wenn wir uns so weit, bis zur exakten Clairvoyance, aufgeschwungen haben, wie ich es beschrieben habe, so ist das unmittelbares Erlebnis.
Cite:
GA 80c/1922-11-03/p037 · edition original