8. Die Erkenntnis des Geistigen Wesens der Welt

GA 80c/1922-11-03/p038 ·1922-11-03 · original (original)
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Aber — meine sehr verehrten Anwesenden —, dieses unmittelbare Erlebnis würde uns auf halbem Wege stehen lassen. Wir würden Bilder haben. Wir würden, wenn wir die Bilder verschwinden lassen können in der geschilderten Weise, wissen: Draußen ist ein Weben und Leben im Geiste. Aber wir wüssten nur ganz im Allgemeinen von diesem Weben und Leben im Geiste. Denn das Merkwürdige ist: Wir nehmen dasjenige, was jetzt als Weben und Leben im Geiste auftritt, wir nehmen es nicht wahr so, wie wir sinnliche Dinge wahrnehmen, dass wir uns sagen: Wir stehen da und die Dinge sind draußen, sondern wir fühlen uns in der ganzen Welt jetzt drinnen. Wir haben gewissermaßen unser eigenes Dasein über die ganze Welt ausergossen. Wir fühlen uns eins mit der Welt. Wir sind außerhalb unseres Leibes gezogen, haben unser Leben, ich möchte sagen außerhalb unseres Leibes als geistig-seelisches Wesen zum Erwachen gebracht und fühlen uns außerhalb unseres Leibes eins mit der ganzen Welt, die wir früher von außen angeschaut haben, die wir jetzt innerlich erleben, wie wir sonst das Blut, die Tätigkeit unserer Organe innerhalb unserer Haut erleben. Unser Bewusstsein ist aus einem Persönlichkeitsbewusstsein ein kosmisches Bewusstsein geworden.

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