8. Die Erkenntnis des Geistigen Wesens der Welt

GA 80c/1922-11-03/p045 ·1922-11-03 · original (original)
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Dann aber — meine sehr verehrten Anwesenden —, dann steht man vor diesem Geiste der Welt, betrachtet ihn in Bildern, und es stellt sich jetzt für dieses außen erwachte Bewusstsein etwas ein, was ich vergleichen möchte mit der gewöhnlichen Erinnerung, nur dass es gewaltiger, grandioser und eben von ganz anderer Art ist. Im gewöhnlichen Leben erinnern wir uns durch Gedanken an die Erlebnisse, die wir durchgemacht haben. Wir haben vor zehn Jahren dieses oder jenes Erlebnis durchgemacht. Heute erleben wir dieses Erlebnis im Gedächtnis oder aus dem Gedächtnis. Es ist auf innerlich seelische Art in uns. Indem wir uns zu dem außer-leiblichen Bewusstsein aufgeschwungen haben und so die Welt anschauen, wie ich es geschildert habe, so ist in diesem Anschauen etwas vorhanden, was ich nun auch eine Art Erinnerung nennen möchte, nämlich die Erinnerung an dasjenige, was wir in der physischen Welt selber sind. Wir sind allerdings besonnen; wir können uns ganz gut wie der besonnenste Mensch in der physischen Welt benehmen; aber zu gleicher Zeit wird uns innerhalb dieser Bilderwelt unser eigener Leib zum Bilde, und die Dinge der Außenwelt, Mineralien, Pflanzen, Tiere, physische Menschengestalten, sie werden uns zum Bilde; innerhalb der Bilderwelt erscheint wie in einer kosmischen Erinnerung diejenige Welt wieder, in der wir waren, als wir nur sinnlich bewusst waren. Und dadurch orientieren wir uns, meine sehr verehrten Anwesenden, dass das so ist.

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