8. Die Erkenntnis des geistigen Wesens der Welt
Kurz, wir lernen, indem wir den Geist der Welt kennenlernen, lernen wir uns selber real bestehend innerhalb dieses Geistigen der Welt kennen, schauen hinaus über unsere Geburt oder unsere Empfängnis in unser Ewiges, das heißt geistiges Dasein, das sich als Geistig-Ewiges uns enthüllt, weil wir jetzt wissen: Indem wir in dem geistigen Gegenbilde des physischen Sonnenlichtes waren, nahmen wir erst dasjenige auf, was unseren physischen Leib durchkraftet und mit Tätigkeit durchdringt im physischen Leben. So, wie wir das physische Sonnenlicht hier aufnehmen, so nahmen wir dort das geistige Sonnenlicht in unsere Tätigkeit hinein und bereiteten unser Erdenleben selber vor. Unser Erdenleben ist unser Geschöpf, nicht dass dasjenige, was geistig-seelisch in uns lebte, bloß das Geschöpf unseres Erdendaseins wäre. So lernt man allmählich sich wirklich erkennend hineinleben in den Geist der Welt.
Cite:
GA 80c/1922-11-03/p049 · edition original