8. Die Erkenntnis des Geistigen Wesens der Welt
So wies man in den ersten Zeiten des Christentums hin auf den Christus-Führer, der aus geistigen Welten herabgestiegen ist in die physische Welt. Dieses Bewusstsein hörte allmählich auf, wie die alte Initiations-Weisheit, die Yoga-Weisheit überhaupt aufhörte, und wir Menschen stehen heute da so, dass wir uns heute, wie ich gezeigt habe, von der naturwissenschaftlichen Gesinnung aus den Einblick in die geistige Welt erobern müssen. Wir stehen da mit unserem moralischen Bewusstsein. Wir stehen da mit dem Bedürfnis nach einer göttlichen Welt. Wir können aber auch wissen, so, wie die Alten gesagt haben: Diese Welt ist abgefallen von dem Göttlich-Geistigen, sie ist sündhaft geworden im Menschen, sie ist amoralisch geworden als Natur — so nehmen wir heute die Welt hin, wissen aber, dass dem individuellen Menschen auf individualistische Weise in sein Denken hineindringt mit dem Freiheits-Bewusstsein die moralische Intuition. Wir arbeiten uns hinauf in die Geistwelt zur Erkenntnis der geistigen Welt, und wir wissen, so wie die Alten wussten, sie sind von den Göttern entlassen worden auf die Erde; wir wissen, dass wir durch die freie Kraft des Menschen, die wir herausentwickeln aus dem Irdischen, den Anschluss wiederfinden werden an die göttlich-geistigen Welten.
Cite:
GA 80c/1922-11-03/p062 · edition original