8. Die Erkenntnis des Geistigen Wesens der Welt

GA 80c/1922-11-03/p063 ·1922-11-03 · original (original)
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Die Alten haben in die Vergangenheit gesehen und diese Erde als ein Abfallen von dem Göttlich-Geistigen der Vergangenheit angesehen. Wir sehen auf die Erde und hoffen für die Zukunft, dass wir aus menschlicher Freiheit heraus die Götter wiederfinden, von denen wir ja wissen, dass sie als Gegenbilder hinter Sonne und Mond, wie ich es geschildert habe, leben. So gibt uns heutigen Menschen, indem wir hinblicken auf das Mysterium von Golgatha und sagen mit den Paulus-Worten: «Nicht ich, sondern es gibt uns dieser Christus-Impuls die Kraft, nun wirklich zu arbeiten.» Denn die entgötterte Erde ist wieder göttlich geworden dadurch, dass der Christus in ihr lebt, indem er durch das Mysterium von Golgatha gegangen ist. Und wir können wissen, wenn wir durch den Aufblick in die übersinnlichen Welten der Christuswesenheit wieder gewiss werden, dass diese Christuswesenheit unser Helfer sein wird in diejenige Zukunft hinein, in die wir durch unseren Geistkeim Realitäten bildend arbeiten müssen. So führt die Geist-Erkenntnis, die hier gemeint ist, wiederum hin von der bloßen Naturerkenntnis zum moralischen Bewusstsein, führt hin zum religiösen Bewusstsein.

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Cite: GA 80c/1922-11-03/p063 · edition original