Anthroposophie und Philosophie

GA 81/1922-03-07/p007 ·1922-03-07 · original (original)
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Und dann gab es eine dritte Sorte von Denkern auf diesem Gebiete, die konnten nicht mitgehen mit dem bloßen naturwissenschaftlichen Begründen einer Weltanschauung, aber sie konnten auf der anderen Seite auch wieder nicht hineintauchen in das real Gedankliche, wie es etwa bei Hegel gegeben ist. Für diese entstand die große Frage: Wie kann sich der Mensch mit seinem Denken, das er als etwas ausbildet, das nur in ihm selber liegt, in ein Verhältnis zur Objektivität, zur Außenwelt setzen? — Es waren die Erkenntnistheoretiker der verschiedenen Nuancen, welche in dem Ruf «zurück zu Kant» übereinstimmten, aber diesen Weg zu Kant in der verschiedensten Weise einschlugen; es waren scharfsinnige Denker wie etwa Liebmann, Volkelt und so weiter, die aber im Grunde genommen doch innerhalb des Erkenntnistheoretischen blieben und nicht über die Frage hinauskamen: Wie soll der Mensch mit dem, was er gedanklich, vorstellungsgemäß in sich trägt, die Brücke schlagen zu einer transsubjektiven, außerhalb des Menschen bestehenden Realität?

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