Zweiter Vortrag. Die Stellung der Anthroposophie in den Wissenschaften
Was liegt da eigentlich in der Zeitkultur vor? Es liegt das vor, daß diese Zeitkultur abstrakt geworden ist in bezug auf das Denken, daß man den Lauf, den man mit dem Denken genommen hat von der Planimetrie zur Stereometrie einfach fortsetzt, während die Wirklichkeit mit der vierten Dimension wieder zurückführt in den Raum. Aber indem wir jetzt zurückkehren, sind wir keineswegs in derselben Lage, in der wir waren, als wir in die dritte Dimension hinausgekommen sind mit dem Visieren, sondern indem wir zurückkehren, sind wir geistbeladen. Finden wir die Möglichkeit, die vierte Dimension so zu denken, daß wir mit ihr wiederum, indem sie die negative dritte ist, in den Raum zurückkehren, dann wird der Raum geisterfüllt, während der dreidimensionale Raum materieerfüllt ist. Und mit immer höheren Geistgebilden finden wir den Raum erfüllt, wenn wir entlang der negativen dritten und zweiten und ersten Dimension gehen bis zu dem Punkt, wo wir keine Raumesausdehnung mehr haben, aber vollständig im Ausdehnungslosen, im Geistigen dann drinnenstehen. Was ich Ihnen schildere, ist nicht formale Mathematik, ist Wirklichkeit der geistigen Anschauung, ist dasjenige, was zeigt, wie ein geistgemäßer Weg in Wirklichkeit verläuft, im Gegensatz zu demjenigen Weg, der sich so sehr nur an die materiellen Erscheinungen gewöhnt hat, daß er selbst mit dem, was natürlich nicht mehr materiell in der Seelenverfassung wirkt, mit der Mathematik, indem er mit dem weiterläuft, in eine unwahrnehmbare Welt hineinkommt, in der er höchstens noch rechnen oder imaginäre mathematische Gebilde ausbilden kann.